In der Matrix spielen zu können ist immer ein Erlebnis. Diesmal sollte
es allerdings ein besonderer Abend werden. Nicht nur, dass wir erneut
mit unseren Freunden von Rabenschrey die Bühne enterten und sich die
Chaosraben wieder angekündigt haben. Das allein stellte schon einen
guten Abend in Aussicht. Zeitgleich sollten Schandmaul ihr neuestes Werk
hier präsentieren.
Obwohl wir erst um 22:30 Uhr spielen würden,
fing der Tag schon früh an. Nach der Arbeit hieß es, die Sachen zu
packen und den Mann vom Merch, Markus, abzuholen. Anschließend ging es
zum Proberaum, wo wir die Zeit nutzten, um mit Stefan noch einmal das
Programm durchzuspielen. Durch seinen Urlaub hat er noch nicht mit Flo,
unserem neuen Drummer, geprobt. Eine neue Erfahrung, vor einer Show
noch zu proben. Ich hatte das Gefühl, das alle etwas relaxter waren. Um
kurz nach 18:00 Uhr hieß es dann, die Brocken in die Autos zu wuchten
und nach Bochum zu fahren.
Die Stimmung war gut und man spürte,
dass alle diese Bühne rocken wollten. Der Soundcheck verlief ohne
Komplikationen, Jürgen hatte, wie immer, alles im Griff.
Während
ich anschließend durch die Katakomben wandelte und oben vor dem Eingang
stand, schallte mir plötzlich ein fröhliches "Hallo" entgegen und es
kamen die Bandmitglieder von Schandmaul durch die Tür. Mein Erstaunen
schien sie amüsiert zu haben. Aber es ist schon ein Erlebnis, eine
solche Band außerhalb des "öffentlichen" Rahmens zu erleben.
Um
22:30 Uhr ging es also los. Die "Tube" war schon gut gefüllt. Etwa 500
Leute warteten darauf, dass es endlich losgeht. Durch die kurze
Spielzeit von nur einer halben Stunde änderten wir das Set und fingen
mit "Cravin'" an, da Sascha dadurch Zeit sparen konnte, weil er schon
verkleidet die Bühne betreten konnte. In der Annahme, dass danach "Grace
o'Malley" folgen sollte, wie es ja sonst auch immer üblich war, setzte
ich mir schon einmal piratenmäßig die Augenklappe auf. Die verwirrten
Blicke meiner Mitpuncher wunderten mich etwas und so registrierte ich
erst spät, dass "The witch" folgte, wie es vorher aber auch abgesprochen
war. Hahaha - wem ists aufgefallen?
Das Set war unglaublich
schnell vorbei und leider mussten wir, grad warm geworden, die Bühne
schon wieder verlassen. Flo hat sich gut integriert. Es hat prima
gerockt und die Leute haben super mitgemacht. Nach uns enterten
Rabenschrey mit neuem Gitarristen die Bühne. Die ersten Songs spielten
sie vor unserem Banner, was wir in der Hektik vergaßen, abzunehmen.
Backstage war die Stimmung ausgelassen und wir hatten sogar noch die Möglichkeit, mit Schandmaul ins Gespräch zu kommen.
Um 2:00 Uhr ging es dann wieder Richtung Proberaum, um die Brocken wegzubringen.
Ein langer Tag, aber auch ein guter Tag für punch'n'judy!
Am 19.02. geht es in Hilden weiter und diesmal wird es eine richtige punch'n'judy-Show. Also, wir sehen uns! punch on!