Der 23.04.2011 sollte also eine Möglichkeit für punch'n'judy werden,
erneut im LCB aufzuspielen. Dieses Mal jedoch mit den Herrschaften von
Coppelius. Ute hatte entdeckt, dass diese hervorragenden Musiker in
Wuppertal Station machen würden und hat es geschafft, uns in das
Vorprogramm zu bringen. An dieser Stelle ein fettes Danke schön an
Coppelius und an Markus Grebe, die uns einen wunderbaren Abend
ermöglichten.
Nachdem die Chaosraben davon erfuhren, kam schnell
die Idee auf, eine Aftershow Party zu organisieren. Auch Coppelius
waren dazu eingeladen, die allerdings am nächsten Tag schon wieder in
Frankfurt sein mussten. Aber dazu später mehr.
Das Treffen am
Proberaum sollte um 14:30 Uhr sein. Das Equipment eingepackt und los
gings nach Wuppertal. Pünktlich um 16:00 Uhr kamen wir dort an und
hatten die Gelegenheit, Coppelius beim Soundcheck anzutreffen. Die Autos
waren schnell ausgeladen und so warteten wir darauf, die Bühne entern
zu können. Da Vloh über sein eigenes Schlagzeug spielen musste hatten
wir nur wenig Platz. Aber wie Ihr wisst, wir rocken jede Bühne und sei
sie noch so klein, was wir im Jz Hesterkamp vor einigen Wochen ja noch
beweisen konnten.
Tonmann Jürgen bastelte recht fix einen guten
Sound auf und vor die Bühne. Wobei mir der Gitarrensound erst einmal so
gar nicht behagte. Aber mit Publikum würde es sich besser anhören,
versicherte mir der Schallereignissortierer. Er sollte Recht behalten...
Punkt
18:00 Uhr waren wir mit den Soundcheck durch und so konnten wir
Backstage noch etwas Ruhe tanken, uns umziehen und warm machen.
Der
Backstagebereich im LCB ist ziemlich cool. Jede Band hat ihren eigenen
Raum und Zugang zur Bühne. Getränke im Kühlschrank sind vorhanden, auch
Obst und belegte Brötchen. Dazu eine warme Mahlzeit -Hähnchenbrust mit
Nudeln, Salat und Limettencreme- Herz, was willst Du mehr?
Die
Jungs von Coppelius erwiesen sich als nette und gesprächsbereite
Kollegen, die allerdings auch genau auf den Ablauf achteten. So mag ich
das, wenn alle ihre Aufgabe ernst nehmen.
Anfangen sollten wir
erst um 21:00 Uhr. Dann sollten wir schon um 20:30 Uhr beginnen.
Letztendlich hieß es dann 20:50 Uhr. Wir enterten also die Bühne und
begannen mit dem Intro zu "The Witch". Obwohl wir nun schon seit einem
Jahr die Show auf diese Weise einläuten, bekomme ich immer noch eine
Gänsepelle, wenn ich Utes Stimme höre. Auch wenn ich unser gespieltes
Intro/ Outro doch manchmal vermisse, so ist dieser Anfang wirklich
klasse.
Bei 40 Minuten Spielzeit muss das Programm doch
gestraffter sein. Man hat weniger Zeit für Ansagen und die Mitsingparts
müssen auch kürzer ausfallen. Und eine Zugabe ist sowieso niemals drin!
So folgte nach dem fulminanten Einstieg ohne Ansage das fette "Grace
o'Malley". Toll war dabei, dass die Leute, Ihr, sofort bereit
waren/ward, das "Hey Ho Ho" mitzugröhlen. Geil!
Die nächsten
Songs "Puppet on a string" und "Cravin'" rockten wie Hulle und gaben
keine Gelegenheit mal Luft zu holen. Apropos Luft. Die war zum schneiden
dick. Ein Glück auch, dass im LCB nicht geraucht werden darf, sonst
hätte ich das da oben nicht lange ausgehalten. Folkig ging es denn
weiter. Unseren "Flibberty Gibbet" auf einer solch kleinen Bühne, ohne
eine Ausweichmöglichkeit ins Publikum gehen zu können...das ist
schwierig. So mussten wir auf der Stelle treten, was auch ganz gut
funktionierte. Irgendwie muss man bei diesem Song durch die Gegend
rasen...Beim "Sancho say's" ging es heiter bis folkig weiter.
Nachdem
wir dann mit "The last march" einen neueren Song präsentierte, der
meiner Meinung nach sehr heavy rüberkommt, mussten wir mit unserem
"Koboldkönig", dem einzigen deutschen Song in unserem Set, auch schon
wieder tüß sagen. Normalerweise muss es ja "Doswedanje" heißen, aber
dafür war dieses Mal keine Zeit. Selbst das gemeinsame Abgrüßen fiel
aus, weil wir so schnell wie möglich Platz für Coppelius machen wollten.
Der
Abend war bis dahin schon mal gelungen. Die lachenden Gesichter der
Leute machen immer wieder Freude. Da weiß man, wofür man sich diesen
Strapazen hingibt ;-)
Coppelius hatten ihren ersten Song schon
gespielt, als ich mich umgezogen vor die Bühne begeben konnte, um
zumindest einen Teil der Show sehen zu können. Mein lieber Scholli. In
dem Outfit gute 2 Stunden dort oben stehen zu müssen verdient Respekt.
Ich habe es ja kaum mit meinem kurzen Hemd ausgehalten...
Leider
standen unsere Mercher nicht zur Verfügung, so dass wir selbst an
unserem Stand stehen mussten und somit nur wenig vom Hauptact sehen
konnten. Einen großen Dank an Jens von rock-fanatics, der sich bereit
erklärte, während unserer Show auf unsere Sachen aufzupassen.
Ich
habe schließlich jegliches Zeitgefühl verloren und war schon ziemlich
müde, als wir unsere Brocken eingepackt, noch mit allen Leuten
gequatscht haben und schließlich ins Underground fuhren. Dort erwarteten
uns die Chaosraben mit löckaa Kräuter-Muffins und Absinthtrüffel. Ich
war da ja eher skeptisch, aber Marlitha von den Chaosraben hat da was
gaaaanz Feines gezaubert...und blind bin ich auch nicht geworden ;-) Nur
den Absinth, den kann man getrost in der Flasche lassen. Da lob ich mir
ein kühles Bier und gut is! Dirk (ich hoffe, dass ich den Namen noch
richtig in Erinnerung habe) vom Underground ließ sich nicht lumpen und
gab das ein und andere Getränk aus. Schön wäre es gewesen, mit Coppelius
noch in Ruhe einen Absacker zu trinken. Vielleicht beim nächsten
Mal....
Letztendlich hieß es dann Richtung Heimat zu fahren. Das
heißt...erst einmal mussten die Brocken zurück in den Proberaum gekarrt
werden. Nach so einem Abend macht das nun weniger Spaß. Es zwitscherten
die ersten Vögel und es wurde hell, als ich nach Hause kam und mich ins
Bett legen konnte.
Was für ein Abend. Chris, unser Ehren-Puncher
glänzte mit seiner Anwesenheit, der BVB verlor und hat Gladbach die
Möglichkeit zum Klassenerhalt gegeben, einen tollen Hauptact erlebt und
ganz viel Lob und Anerkennung von Euch bekommen. Danke!
Am 30.04.
werden wir im Stay Wild! wieder mit unserem vollen Programm aufwarten.
Wir sehen uns dort oder an einem der nächsten Termine. Ich freu mich
drauf! punch on!