House of Rock, Monheim - 12.03.2011

Yo ho Freunde,
leider ist der erstverfasste Bericht zu diesem Gig irgendwo im Nirvana der DSL-Leitungen verschwunden. So bleibt mir nichts anderes übrig, als meine Eindrücke vom Geburtstags-Gig in Monheim erneut in die Tasten zu hauen.

Es ergab sich, dass Alex, bekannt als Palaestrus, uns fragte, ob wir Lust hätten, auf seiner Geburtstagsfeier zu spielen. Solche Anfragen lehnen wir zumeist ab, da der zeitliche und finanzielle Aufwand das Ganze einfach nicht aufwiegt und wir zudem jedes Wochenende unterwegs wären. In diesem Falle sollte es aber eine halböffentliche Feier in einer Kneipe sein. Das klang dann doch ganz gut, so dass wir uns entschlossen, unserem Chaosrabenalex beizustehen. Letztendlich muss ich sagen, machte mich die Aussicht auf einen seiner selbstgebastelten Hamburger auch ziemlich neugierig....

Die Vorbereitungen für eine Show fangen gewöhnlich früh an. Die Gitarren müssen gereinigt, Batterien überprüft, eventuell noch neue Saiten aufgezogen werden, wenn sie schon etwas länger drauf sind. Dazu das Bühnenoutfit einpacken und den Kopf bloß nicht vergessen. Zwischenzeitlich muss das Kind noch bespaßt und der Müll rausgebracht werdne und der Kater trommelt auch schon auf seinem Napf und will frisches Futter. Ein kleiner Einblick im Leben eines Hobby-Musikers ;-) So ist das.

Nachdem das Auto vollgetankt wurde, durchatmen und ab zum Proberaum. 14:00 Uhr, die Band, außer Vloh wartete schon. Da wir in den letzten Wochen berufsbedingt nur wenige gemeinsame Proben hatten, wollten wir vorher noch einmal die neuesten Songs durchgehen. Leider kam uns der Stau in Gelsenkirchen in die Quere, so dass Vloh sichtlich entspannt von der Fahrt, etwas später eintraf. Trotzdem macht es Spaß, vor einem Gig nochmal etwas zu proben. Man ist lockerer und kann sich gemeinsam auf den Abend freuen. Schöne Sache!

Halb vier Uhr hieß es denn auch die Brocken packen und ab nach Monheim. Nach einer knappen Stunde Fahrt kam schließlich das "House of Rock" in Sicht. Ne Wacken Flagge wies uns den Weg. Das konnte nur Gutes bedeuten. Die Location erwies sich etwas gemütlicher, als von Alex geschildert. Unser Schallereignissortierer Jürgen war schon vor Ort und hatte seine Anlage aufgebaut. Das anfängliche Rätselraten, wer sich wo positionieren könnte wurde dann auch rasch auf die Weise gelöst, als dass Vloh eben keine Möglichkeit hatte, irgendwie hinter seinem Set hervorzukommen, wenn man ihn erst einmal zugestellt hat. Egal, Hauptsache es rockt, oder?

Nachdem also die gesamte Kneipe mit unserem Equipment zugestellt wurde, gabs erstmal nen fetten Hamburger von Alex. Hut ab, Kollege, der war GUT! Also, Leute, wer den Industriefraß leid ist und mal nen richtig guten Burger essen will, wende sich an Alex, dem Burgerraben...

Jürgen hatte, wie immer, alles im Griff. Die Brocken waren recht schnell aufgebaut und der Sound gecheckt. Es ist immer schwierig, so kleine Locations zu beschallen, da man sich auf der Bühne immer sehr schlecht hört. Aber wenn die Leute Spaß haben und nach Außen gut hören können, relativiert sich diese Gegebenheit wieder.

Nach dem Soundcheck ging es denn gegen halb sieben Uhr nach oben, in den Backstagebereich. Außer, dass meine Schuhe am Boden festklebten und ich meine Schuhe und Socken quasi abziehen musste, wars doch sehr gemütlich. Sogar ein Billiardtisch stand zur Verfügung. Ute nutze die Gelegenheit und zog Vloh erstmal voll ab. Unglaublich, mit welch ruhiger Hand sie die Kugeln weghaute... na ja...jedenfalls ließen wir es uns richtig gut gehen und man konnte hören, wie die ersten Leute unten eintrafen und sich die Kneipe füllte.

Es muss so gegen 20:00 Uhr gewesen sein, dass mein Hirn aussetzte und ca. 2 Stunden gedauert haben, bis ich wieder einen klaren Gedanken fassen konnte... Was für ein Abriss! Trotz der beengten Verhältnisse machten die Chaosraben Hitze im Saal. Fast jeder Song wurde lauthals mitgegröhlt und selbst die gelegentlichen technischen Ausfälle, weil mal wieder irgendein Netzteilstecker versehentlich herausgetreten wurde, wurde zur Nebensache. Eines muss man den Chaosraben zugestehen...feiern können die!

Auch nach der Show war es ein schöner Abend. Ersteinmal hieß es, sich trockene Sachen anzuziehen und die ganzen Brocken einzupacken. Nach vielen Gesprächen, leckerem Chaosrabenkuchen (ich fange an, den zu lieben!) hieß es dann gegen 1 Uhr die Heimfahrt antreten. Zu Hause muss das Auto schließlich wieder entladen werden und eine Dusche ist dann auch noch willkommen. Ein anstrengender Tag, aber er hat uns mal wieder gezeigt, wofür wir das machen. Für Euch!

Ach ja. Ich wurde auf unseren Sound angesprochen. Wir machen weiter Crossover Folk und wir werden musikalisch weiterhin nicht einzuordnen sein. Weil wir das machen, was wir gut finden und weil wir aus verschiedenen Musikrichtungen kommen. Es wir weiterhin folkig genauso abgehen, wie metallisch. Ihr werdet weiterhin so viel Spaß haben-öhm und wir auch. Und das ist das, was ich an meiner Band so toll finde! punch on!